Bericht von Maria Renner über Ihren Besuch im Brandhaus Würzburg

Am Montag, den 21. Januar machten sich 4 Atemschutzgeräteträger unserer Feuerwehr in den frühen Morgenstunden auf den Weg nach Würzburg zur staatlichen Feuerwehrschule. Diese verfügt über ein sog. Brandhaus in dem das Verhalten im Brandfall realitätstreu und einsatztaktisch trainiert werden kann.
In Würzburg angekommen haben wir unser Zimmer bezogen und unsere Ausrüstung vorbereitet. Später wurde uns im Theorieunterricht die Besonderheiten des Brandhauses und einige Verhaltensweisen nähergebracht. Bevor wir richtig loslegen konnten ging es in einen Kellerraum zur Wärmegewöhnung um einen Eindruck über die im Brandraum herrschenden Temperaturen zu bekommen. Ein bisschen angespannt was uns erwartet rüsten wir uns mit den Atemschutzgeräten aus und gehen das erste Mal ins Brandhaus.
Erster Einsatz: „Zimmerbrand ohne Personen in Gefahr". So haben wir uns die Einsatzgrundsätze ins Gedächtnis gerufen und abgespult. Nach dem Setzen des Rauchvorhangs und dem Vorbereiten des Schlauchpaketes ging es für uns in die verrauchte Wohnung. Im Innenangriff trainierten wir unter Höchstleistung die Brandbekämpfung und Vorgehensweisen im Brandfall. Nach jedem Durchgang gab es eine Nachbesprechung mit unserem Ausbilder, der uns Tipps gab auf was wir im Ernstfall achten sollen. Die zweite Übung lautete „Brand einer Werkstatt", welche erst durch eine sehr stark verrauchte Garage aufzufinden war. Wir gingen zur Brandbekämpfung vor und mussten mit Wasserdampf und Hitze klarkommen denn die Sicht war äußerst schwierig.
Auf eine warme Dusche freuten wir uns nach dem zweiten Durchgang am ersten Tag, denn die kalten Außentemperaturen setzten uns dann doch sehr zu. Den Abend haben wir auf der Kegelbahn ausklingen lassen, die in der Feuerwehrschule zu finden ist.
Der zweite Tag startet bitter kalt, bei Minus 10 Grad ist es schwierig mit dem Löschwasser keine allzu große Eisplatte zu produzieren und den inneren Schweinehund zu überwinden um bei den zapfigen Temperaturen nach draußen zu gehen. Beide Übungen am Vormittag waren Brände mit Personensuche, was uns zeigte, dass die Priorität und die Anspannung bei so einem Alarmstichwort nochmals das Adrenalin in die Höhe schnellen lässt. Nach den Durchgängen im Brandhaus bei denen alle mental und körperlich an Ihre Grenzen gestoßen sind, durfte jeder aus unserem Lehrgang berichten was er mitnimmt und was sich eingebrannt hat.
Nach dem Abschluss und dem Erhalt der Lehrgangsbescheinigung ging es etwas kaputt aber mit vielen Emotionen und erlerntem Wissen wieder zurück nach Wenzenbach. Wir haben viele neue Erkenntnisse und Eindrücke mitgebracht und geben es gern an unsere Kameraden weiter.