Aus aktuellem Anlass möchten wir auf ein Problem hinweisen mit der Bitte das sich jeder Bürger seine eigenen Gedanken dazu macht. Vielleicht fühlt sich der eine oder andere angesprochen und überdenkt sein Handeln in Zukunft ein klein wenig.

Vom Gesetzgeber vorgegeben ist eine maximale Verzögerung von 10min beginnend der Alarmierung bis zum Eintreffen am Einsatzort.

Nach der Alarmierung durch die Sirene und unseren Funkmeldeempfängern dauert es in der Regel etwa 3-4 Minuten bis das erste Fahrzeug das Gerätehaus verlässt um den Einsatzort anzufahren.
In der dieser Zeit passieren folgende Dinge:
Der Feuerwehrdienstleistende unterbricht seine aktuellen Tätigkeiten bzw. verlässt seine Arbeitsstätte. Er fährt mit den Privat-PKW ans Gerätehaus. Er muss schauen einen Parkplatz zu finden. Danach zieht er seine Einsatzkleidung an und steigt in ein Feuerwehrfahrzeug, das wenn voll besetzt umgehend die Einsatzstelle anfährt. Für die Anfahrt verbleiben so noch etwa 6-7 Minuten. 

Wer schon einmal in einer Notlage war kann nachvollziehen wie lange 10 Minuten dauern können. Es muss nicht immer gleich um Leben oder Tod gehen - es "reicht" den Betroffenen schon wenn sich der materielle Schaden durch das Warten immer mehr vergrößert.

Und nun stellen Sie sich vor diese Zeit wird noch zusätzlich verlängert weil ein Einsatzfahrzeug die Halle nicht verlassen kann weil das Gerätehaus zugeparkt ist. Leider sind viele Leute die wir direkt darauf angesprochen haben auch noch empört - Argumente die wir zu hören bekommen: „Wenn ein Einsatz ist, bin ich gleich weg.“, „Ich steh ja nur kurz da.“, „Was spielst dich jetzt da auf, es ist doch kein Einsatz.“ ...

An der Einsatzstelle angekommen können wir uns dann hin und wieder anhören "Das hat aber lange gedauert, es ist ja schon ewig her das die Sirene gegangen ist"

Natürlich rücken wir nicht 5x mal am Tag aus und natürlich ist es meistens gut gegangen. Aber jeder möge für sich darüber nachdenken ob er wirklich durch sein Verhalten das Schicksal herausfordern möchte nur um sich ein paar Minuten Fussweg zu sparen um seine Einkäufe zu erledigen.

Wir appellieren daher an die Vernunft nicht zu egoistisch zu denken und lieber ein paar Meter weiter den Gemeindeparkplatz zu nutzen, als die Sicherheit der Mitmenschen zu gefährden.

Das gleiche gilt für Zufahrtsstraßen. Es müssen mindestens 3 Meter Fahrbahnbreite eingehalten werden um ein Durchkommen zu ermöglichen. Kreuzungsbereiche und enge Straßen sind zusätzlich zu beachten. Ganz wichtig auch das Freihalten von Feuerwehrzufahrten.

Wir wissen selbst das die Parksituation alles andere als optimal ist, weder in Wenzenbach noch sonst wo. Aber wenn man ehrlich zu sich selbst ist gibt es beinahe immer eine Alternative. Nur ist die dann eben mit eigenen Unanehmlichkeiten verbunden. Ist das aber wichtiger als die Sicherheit der Mitmenschen?

Folgend ein paar Beispiele die wir im Laufe der Zeit festgehalten haben: 

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